Gang lässt sich schwer einlegen

Fra­ge: … des­halb muss ich wohl immer eine Ewig­keit war­ten, bis die Dreh­zahl nach dem Anlas­sen des Motors run­ter­geht, um den “Vor­wärts­gang” ohne schmerz­haf­te Geräu­sche ein­le­gen zu kön­nen, beson­ders im Win­ter. Erst heult der Motor ziem­lich laut auf, dann wur­de er immer lei­ser, und irgend­wann brum­mel­te er im tie­fen Bass — das war für mich das Zei­chen, den “Gang­he­bel” ein­zu­le­gen und aus der Gara­ge zu fah­ren. Wor­an liegt das, und kann man das ändern?

Ant­wort: Das mit der zu hohen Dreh­zahl nach dem Anlas­sen hat sei­nen Grund. Es ist die Start­au­to­ma­tik. Auf Ihrem Ver­ga­ser sitzt so ein schwar­zer Kunst­stoff­kas­ten mit einem elek­tri­schen Kabel, der soge­nann­ten Start­au­to­ma­tik. Ist der Motor ange­las­sen, wird wäh­rend der gesam­ten Zeit an die­ser Start­au­to­ma­tik eine Span­nung ange­legt, die in der Induk­ti­ons­ein­heit (Anker­plat­te seit­lich der Kur­bel­wel­le) erzeugt wird. Dadurch erwärmt sich die Start­au­to­ma­tik und schließt dann nach einer kur­zen Zeit ein klei­nes Ben­zin­ven­til, dass bis­her zusätz­lich eine klei­ne Men­ge Ben­zin in den Ver­ga­ser geführt hat (Bil­der). Der Sinn liegt dar­in, dass bei Käl­te der Motor bes­ser anspringt, wenn er etwas mehr Ben­zin bekommt, also der Luft/Spritmischung für den Motor „fet­ter“ wird. Ist der Motor warm, wird das Ven­til wie­der geschlos­sen und der Motor läuft wie­der nor­mal.

Das man nach dem Star­ten den Gang so schwer ein­le­gen kann ist völ­lig nor­mal somit erklärt.

Lösung: Ich mach das so, dass ich schon vor dem Star­ten den Gang ein­le­ge. Funk­tio­niert pri­ma.

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