Die Vergaser-Einstellung

Den Ver­ga­ser ein­zu­stel­len ist eine Wis­sen­schaft für sich. Des­halb will ich hier nur auf die Grund­ein­stel­lun­gen ein­ge­hen, die jeder “Moped­fah­rer” beherrscht.

Info: Moto­re wer­den stets im warm­ge­lau­fe­nen Zustand ein­ge­stellt.

❶ Zunächst soll­te das Stand­gas per Stand­gas-Schrau­be (mit Kunst­stoff­griff) auf ca. 1200 Umdre­hun­gen pro Minu­te (etwas höher als nor­ma­les Stand­gas) gestellt wer­den. ❷ Danach wird die Gemisch -Schrau­be zuerst ganz tief ein­ge­schraubt, und danach ganz lang­sam wie­der raus­ge­dreht, bis der Motor die höchs­te Dreh­zahl hat. und die Gas­an­nah­me am direk­tes­ten ist, also ohne ver­schlu­cken oder stot­tern. ❸ Danach die Gemisch-Schrau­be wie­der etwas (etwa eine Vier­tel Umdre­hung oder weni­ger) ein­schrau­ben .….. jetzt soll­te die Gemi­sch­ein­stel­lung  pas­sen. ❹ Danach mit der Stand­gas-Schrau­be die Dreh­zahl des Motors wie­der auf nor­ma­les Stand­gas ein­stel­len.

Stand­gas­schrau­be rein = höhe­re Dreh­zahl. Gemisch-Schrau­be rein = weni­ger Sprit

Eini­ge Tipps zur Ein­stel­lung des Ver­ga­sers

1.) Wenn der Motor nicht lau­fen will, dann immer zuerst ein­mal die Zünd­ker­zen­fun­ken über­prü­fen, ggf. die Zünd­ker­ze tau­schen und dann den Ver­ga­ser über­prü­fen. Die fei­nen Düsen im Ver­ga­ser ver­stop­fen durch Dreck im Ben­zin sehr schnell und müs­sen von Hand gerei­nigt wer­den. Um sich das zu erspa­ren, ist es rat­sam einen Ben­zin­fil­ter zu ver­wen­den.

2.) Fängt der Motor bei Voll­last an zu klin­geln, wird über­durch­schnitt­lich heiß bzw. die aus­ge­bau­te Zünd­ker­ze ist im Zünd­fun­ken­be­reich hell­grau bis weiß, dann ist das gefah­re­ne Gemisch zu mager, bedeu­tet also, dass die Haupt­dü­se zu klein, oder die Ein­stel­lung der Gemisch-Schrau­be zu mager, also zu tief ein­ge­stellt ist. Also … die Ein­stell­schrau­be etwas raus­dre­hen.

3.) Ein leicht zu mage­res Gemisch kann zwar höhe­re Leis­tun­gen erzie­len, durch die höhe­re ther­mi­sche Belas­tung kann es jedoch zu einer “klop­fen­den” Ver­bren­nung füh­ren. Das bedeu­tet, dass das Gemisch bereits vor der Zün­dung der Zünd­ker­ze, durch Motor­tem­pe­ra­tur und Ver­dich­tung, soweit erhitzt wird, dass es sich von selbst ent­zün­det.

ACH­TUNG … einen auf Dau­er zu mager ein­ge­stell­ter Ver­ga­ser kann den Motor schä­di­gen.

4.) Ein zu fet­tes Gemisch kos­tet haupt­säch­lich Leis­tung und Ben­zin. Zusätz­lich nimmt es dem Motor sei­ne Dreh­freu­dig­keit. In den meis­ten Fäl­len äußerst sich dies, je nach Über­fet­tung, in schwa­chem bis zu sehr star­kem Stot­tern. Wenn der Motor beim Gas geben in nied­ri­gen Dreh­zah­len stot­tert oder das Gas schlecht annimmt, ist das Gemisch in den meis­ten Fäl­len zu fett. Also die Gemisch-Schrau­be wei­ter rein­dre­hen. Fah­ren Sie denn mit die­ser ver­meint­lich rich­ti­gen Ein­stel­lung meh­re­re Tage bzw. Wochen.

Nach­träg­li­che Fein­ein­stel­lung:

Ob Ihr Gemi­sch­ein­stel­lung rich­tig war, kön­nen Sie danach am Zünd­ker­zen­bild fest­stel­len. Also die Zünd­ker­ze raus­schrau­ben und sich den Zünd­kon­takt und den äuße­ren Ring betrach­ten. Soll­te die­ser Bereich reh­braun sein, dann haben Sie die rich­ti­ge Ein­stel­lung getrof­fen. Ist Sie hin­ge­gen zu dun­kel, dann bekommt der Motor zuviel Sprit … also am Ver­ga­ser die Gemisch-Ein­stel­lungs­schrau­be etwas rein­dre­hen. Ist die Zünd­ker­ze zu hell, dann bekommt der Motor zu wenig Sprit … also die Gemisch- Ein­stel­lungs­schrau­be etwas her­aus dre­hen. Mit “etwas dre­hen” mei­ne ich etwa eine hal­be Umdre­hung. Dann nach eini­gen Wochen noch ein­mal Tes­ten und ent­spre­chend nach­re­gu­lie­ren. Am bes­ten ihr bewegt euch mit der Ein­stel­lung immer im leicht zu fet­ten Bereich.
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